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Gründung und Start des Judo und Jiu-Jitsu Klubs Langnau
24. Juni 1959 Gründungsversammlung
26. August 1959 erstes offizielles Training im Ilfis-Schulhaus
5. Februar 1960 die vom JJC Biel ausgeliehenen Matten werden zurückgebracht
Der Judo- und Jiu-Jitsu Klub Langnau hatte ab diesem Datum eigene Matten und war effektiv selbständig geworden. Wer waren die Initianten?
Zwei der Gründungsmitglieder waren bereits aktive Judokas. Fred Röthenmund seit 1957 in Biel und Ueli Siegenthaler seit 1953 in Bern.
Ueli Siegenthaler war auch der einzige, der bei der Gründung bereits einen Gürtel besass. Der dritte im Bunde war Guido Prato. Zusammen suchten die drei in ihrem Bekanntenkreis nach weiteren Interessenten, die mithalfen in Langnau einen Judo und Jiu-Jitsu Klub aufzubauen.
So kamen 21 Gründungsmitglieder zusammen, die erstmals im Emmental Judo und Jiu-Jitsu erlernen konnten. Weitere Unterstützung kam vom Judo und Jiu-Jitsu Club Bern, dessen hochrangige Trainer (Rudolf Marthaler, Fred Spring und Alfred Gosteli) oft den Weg nach Langnau auf sich nahmen, um die Neulinge in der neuen Sportart zu unterrichten. Den dreien wurde grosser Respekt entgegen gebracht, da sie bereits Träger eines schwarzen Gürtels waren. Damit diesen Trainern die entstandenen Unkosten zurückerstattet werden konnten, bezahlte jeder Teilnehmer am Ende des Trainings seinen Anteil.
Ueli Siegenthaler, technischer Leiter, organisierte auch eigene Trainings. Bei diesem Enthusiasmus stiessen schon bald weitere Aktive zu der Pioniergruppe.
So konnten bereits nach einem Jahr Trainingsbetrieb Ueli Siegenthalers Schüler bei Rudolf Marthaler die ersten Gürtelprüfungen ablegen.
Im Februar 1960 wurden die ersten Selbstverteidigungskurse ausgeschrieben, einer für Herren und einer für Damen. Beide waren gut besucht. Trudy Hofer (später Trudy Wälti) war Teilnehmerin des ersten Damenkurses und später die erste Frau mit Schwarzgurt im Klub.
Noch immer ist die Begeisterung spürbar wenn man im ersten Jahresbericht liest:
Auszug aus dem ersten Jahresbericht
„Zwei Tage später setzte unser technischer Leiter bereits mit intensivem Training ein, das er bisher fast ausnahmslos jeden Mittwoch und Freitag leitete. Wir alle, die wir uns zu den Aktiven zählen können, haben grosse Freude an dieser ersten Ausbildung. Blaue Augen, ein vertätschter Hinterteil, eine schmerzende Schulter, das alles tut nichts; frisch kommen wir wieder ins nächste Training. Mancher Turner fiel ja auch mal vom Reck, mancher Schwimmer erbuddelte und mancher Imker wird von seinen Bienen halb tot gestochen.“
Im Februar 1960 wurden die ersten Selbstverteidigungskurse ausgeschrieben, einer für Herren und einer für Damen. Beide waren gut besucht. Trudy Hofer (später Trudy Wälti) war Teilnehmerin des ersten Damenkurses und später die erste Frau mit Schwarzgurt im Klub.
Die ersten vier Frauen (Trudy Hofer, Helen Kläy, Helen Wermuth, Margret Lehmann.) Im Februar 1960 wurden die ersten Selbstverteidigungskurse ausgeschrieben, einer für Herren und einer für Damen. Beide waren gut besucht. Trudy Hofer (später Trudy Wälti) war Teilnehmerin des ersten Damenkurses und später die erste Frau mit Schwarzgurt im Klub.
Die ersten vier Frauen (Trudy Hofer, Helen Kläy, Helen Wermuth, Margret Lehmann.)
Training im Ilfisschulhaus
Der Judoklub hatte ein Feld Reisstrohmatten auf zwei Wagen. Vor dem Training hiess es Matten vom Depot in die Halle fahren, Matten und Holzrahmen auslegen. Nach dem Training alles wegräumen, die Turnhalle wischen. Die Garderobe wurde oft von den Schwingern mitbenutzt. Diese hatten im Ilfisschulhaus einen Schwingkeller und so erstaunt es nicht, dass einige der damaligen Judokas aus dem Schwingsport stammten. Weiter benützten noch die Boxer das Ilfisschulhaus, Langnau hatte damals noch einen Boxclub, der jedoch nicht lange bestand.
Matteflickete
Jährlich einmal gab es eine Matteflickete. Die Reisstrohmatten hatten eine Umhüllung aus Stoffgewebe. Diese war auf der Unterseite mit dem Stroh vernäht. Wir hatten damals einen Sattler (Ernst Schmid) im Klub. Er organisierte Nadeln, Zwirn und Stoff zum Erneuern der Nähte und zum Flicken der offenen Ecken. Er gab einen Einführungskurs in die Sattlerei und überwachte die Arbeit. Dank diesem fachgerechten Unterhalt hielten diese Matten fast ewig. Mit der Zeit zerbröselte jedoch das Reisstroh immer mehr, so dass jedes Mal beim Fallen Staubwolken entstanden.
Fortsetzung folgt...
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